Nun herrscht endlich Klarheit für die Steuererklärung in Zürich. Da die kantonale Steuerbehörde des Kantons bekanntgibt, wie sich COVID-19 auf die Steuern, für in Zürich tätige Grenzgänger, auswirken wird. Damit folgt der Kanton den Ankündigungen, welche die OECD sowie die Eidgenössische Steuerverwaltung veröffentlichten.

Der Kanton Zürich wird Mitarbeiter definitiv in Zürich besteuern, ungeachtet dessen, wo die Arbeit geleistet wurde. Jedoch bilden Fälle, in denen die Mitarbeiter bereits vor COVID-19 regelmässig von zu Hause aus gearbeitet haben eine Ausnahme. Allerdings muss der Arbeitnehmer dies auch nachzuweisen.

Aufgrund von COVID-19 waren Arbeitnehmer mit ausländischem Wohnsitz, aufgrund von Grenzschliessungen gezwungen, Ihre Arbeit von Zuhause aus zu erledigen. Darum stellten sich Arbeitnehmer und- geber, berechtigterweise die Frage, welchen Einfluss dies nun auf Ihre Steuern und Finanzen hat.

Doppelbesteuerungsabkommen

Angestellte sind im Land in dem sie arbeiten zu besteuer, dies ist die Definition des Doppelbesteuerungsabkommens.

Folglich hat die Schweiz in Fällen, in denen ein Arbeitnehmer ausserhalb der Schweiz wohnt, jedoch in der Schweiz arbeitet, nur das Recht das Einkommen auf die Schweizer Arbeitstage zu besteuern. Für Arbeitstage, die der Arbeitnehmer ausserhalb der Schweiz verbringt, unterliegt seine Einkommenssteuer, der seines Wohndomizils. Somit zahlt der Arbeitnehmer durch das Home Office, Steuern an sein Wohndomizil, statt der Schweiz.

Obwohl das Doppelbesteuerungsabkommen normalerweise solche Fälle klärt, sind sich viele nicht sicher, ob dies auch in dieser speziellen Situation gilt. Deshalb ist die Schweizer Regierung dabei, bilaterale Abkommen mit ihren Nachbarländern abzuschliessen.

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Zürich anderen Kantonen voraus

Zürich ist der erste Schweizer Kanton, welcher nun offiziell sein Statement bezüglich der Steuern im Home Office, bekannt gibt. Die Position besagt, dass trotz internationaler Abkommen ausländische Arbeitstage, die im Inland verbracht werden, der schweizerischen Besteuerung unterliegend, sofern nicht bereits in einem Arbeitsvertrag festgelegt.

Damit erlegt der Kanton Zürich einseitig die Weiterführung der schweizerischen Besteuerung von im Ausland verbrachten Arbeitstagen auf, da diese sonst, ohne COVID-19, ohnehin in der Schweiz verbracht worden wären.

Diese Anordnung gilt rückwirkend ab 24. Februar 2020 und ist bis 31. Dezember 2020 befristet.

Ajooda’s Steuertipps zur Steuererklärung in Zürich

Diese Entscheidung vom Kanton Zürich scheint recht einseitig, weshalb sie möglicherweise gegen die Regeln des Doppelbesteuerungsabkommens verstossen kann. Deshalb ist nicht ausser Acht zu lassen, dass es durch die strikte Anwendung des Abkommens sogar zu einer Doppelbesteuerung des Arbeitseinkommens des jeweiligen Grenzgängers kommen kann.

Den Arbeitgebern im Kanton Zürich empfehlen wir, die Berechnung sowie Quellensteuern wie gewohnt fortzusetzen, ohne Anpassungen für das Home Office. Auch empfinden wir es als sinnvoll, dass die Arbeitgeber im Kanton Zürich erwägen, ihre Grenzgänger über diese Situation zu informieren, damit es zu keiner Doppelbesteuerung kommt.

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