Wieso vorsorgen?

Das Soziale Versicherungssystem der Schweiz steht bereits seit mehreren Jahrzehnten unter starkem Beschuss und wird die Rentner von Morgen nicht mehr tragen können.

Wieso ist das so?

Die AHV ist am absoluten Limit

Das Problem der 1. Säule ist rein demografischer Natur:

  • Stark sinkende Geburtenrate (weniger Beitragszahler in der Zukunft)
  • Steigende Zahl der Pensionierten
  • Höhere Lebenserwartung (Rente muss länger ausbezahlt werden)

Finanzierung 1. Säule AHV und IV        Lebenserwartung Schweiz

Es reicht nun nicht mehr sich auf die staatliche Vorsorge zu verlassen, denn wer bereits in den nächsten 10 Jahren in die Rente geht, steht wesentlich schlechter da als unsere Vorfahren welche vor 20-30 Rente in die Rente gingen.

Für junge Leute welche erst in 30-40 Jahren in Rente gehen, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nahezu keine Rente mehr geben, da schlicht zu wenig Einzahler vorhanden sein werden.

In der 2. Säule (Pensionskassen) sieht es nicht viel besser aus

Während die 1. Säule dazu dient im Alter auf ca. 40% des zuvor verdienten Einkommens zu kommen, ist die 2. Säule, auch berufliche Vorsorge genannt, dazu da das Einkommen auf ca. 60-70% des zuvor verdienen Einkommens zu heben.

Gutverdiener haben ein besonders grosses Problem. Denn die 2. Säule gilt nur für Löhne bis zu CHF 86‘040.-

Von diesem Lohnmaximum muss man den Koordinationsabzug von CHF 25‘095.- abziehen, was einen maximal versicherten Lohn von CHF 60‘945.- ergibt. Dies wird auch der koordinierte Lohn genannt.

Eine überobligatorische Versicherung in der 2. Säule ist meist nicht vorhanden, weshalb die Vorsorgelücke bei Gutverdiener gigantisch sein kann.

Die Altersrente wird über den Umwandlungssatz bestimmt. Dieser aktuell liegt bei 6.8%. Heisst z.B. wenn du CHF 100‘000 in deiner Pensionskasse hast, erhältst du jährlich CHF 6‘800.- Rente aus der beruflichen Vorsorge.

Als die BVG 1985 eingeführt wurde, lag der Umwandlungssatz noch bei 7.2%. Dieser Wert wird weiterhin stark sinken, neue Reformen könnten Ihn nun auf 6% senken.

Der Staat möchte das du selber Vorsorge betreibst um deine Vorsorgelücke zu schliessen

Der Staat selbst ist sich dieser ganzen Problematik bewusst und fördert deshalb die freiwillige Vorsorge durch die Säule 3a um einen Anreiz zu schaffen damit die Bürger nicht lediglich von der staatlichen und beruflichen Vorsorge abhängig sind.

Deshalb kannst du den gesamten einbezahlten Betrag bis zu einer bestimmten Obergrenze von der Einkommenssteuer abziehen (CHF 6‘883.-/Jahr für unselbstständig Erwerbende und CHF 34‘416.-/Jahr für Personen welche nicht der Pensionskasse angeschlossen sind).

Je nach Kanton und Gemeinde ergibt sich dadurch eine jährliche Steuerersparnis von CHF 1‘000-2‘500.- –  Wir finden das ist eine beträchtliche Ersparnis für etwas was sich ganz leicht einrichten lässt.

Je früher du mit der 3a Vorsorge beginnst, desto mehr arbeitet der Zinseszins für dich

Für Leute zwischen 20-35 ist die Vorsorge aus oben genanntem Grund nahezu Pflicht, um weiterhin einen soliden Lebensstandard gewährleisten zu können.

Je später du mit der Vorsorge anfängst, desto schwieriger wird es für dich ein anständiges Alterskapital durch den Zinseszins aufzubauen.

Wer spät anfängt, dem bleibt am Schluss viel weniger

Nehmen wir an 2 junge Männer legen monatlich CHF 300.- in Ihre 3. Säule für die Vorsorge.

  • Jonas beginnt schon mit 25
  • Karl beginnt erst mit 35

Gehen wir von einer durchschnittlichen Verzinsung von 5% pro Jahr aus, was von professionellen Vermögensverwaltern locker erreicht wird.

Jonas, 25 Jährig – CHF 300.- pro Monat

Vorsorge Schweiz ajooda 25 Jähriger - 300Fr

Karl, 35 Jährig – CHF 300.- pro Monat

Vorsorge Schweiz ajooda 35 Jähriger - 300Fr

Da Karl 10 Jahre fehlen, liegt sein Alterskapital um satte CHF 200‘000.- tiefer!

Sein Zinsertrag beträgt nur CHF 137‘657.- und ist somit nicht mal halb so gross wie der satte Ertrag von Jonas mit CHF 302‘657.-

Karl, 35 Jährig – CHF 500.- pro Monat

Karl verdient gut und entscheidet sich deshalb gleich mit CHF 500.-/monatlich anzufangen statt mit nur CHF 300.-

Wie sieht das Ganze dann aus?

Vorsorge Schweiz ajooda 35 Jähriger - 500Fr

Obwohl Karl monatlich CHF 200.- mehr als Jonas einzahlte, holt er Ihn nicht mehr ein. Ihm fehlen immer noch knapp CHF 40‘000.-

Denn Karl konnte den Zinseszinseffekt nicht früh genug für sich nutzen und konnte durch die Verzinsung nur CHF 229‘429.- erwirtschaften.

Ganze CHF 73‘228.- weniger, obwohl er die ganze Zeit mehr als Jonas einbezahlt hat.  

Du siehst also der beste Zeitpunkt ist jetzt. Lieber klein anfangen als später mit grossen Beträgen versuchen aufzuholen.

Vorsorge bei der Bank vs Vorsorge bei der Versicherung

Du kannst Vorsorge über eine Säule 3a bei der Bank oder eine Säule 3a bei der Versicherung betreiben.

Für die reine Vorsorge eignen sich beide ganz gut.

Welche Fragen muss ich mir stellen bevor ich mit der Vorsorge anfange?

  • Wie viel Geld brauche ich denn ungefähr im Alter, um ein komfortables Leben zu führen?
  • Wer kann mir überhaupt garantieren dass ich dieses Sparziel auch wirklich erreiche?
  • Was ist wenn ich aufgrund Erwerbsunfähigkeit weniger verdiene und nicht mehr einzahlen kann. Erreiche ich mein Sparziel dann immer noch?

Deine Hausbank wird sich bestimmt bei dir melden wenn du genug Angespartes hast und dir Ihre 3a aufschwatzen.

Und in der Tat ist es besser das Geld in der Säule 3a in der Bank zu sparen als auf dem Sparkonto, denn dort bringt es keine Zinsen sondern unter Umständen sogar Negativzinsen.

Dein Banker wird dir sagen dass du völlig flexibel bist und nur zur Vorsorge einzahlen musst wann du es möchtest.

Beim Sparen für die Vorsorge stellt sich jedoch die Frage: Ist das wirklich ein Vorteil das ich nur einzahle wenn ich Lust dazu habe?

Menschen sind in der Regel sehr schlechte Sparer. Eine Bank 3a Lösung hält im Durchschnitt nur 2.5 Jahre.

Am Anfang ist man motiviert und mit der Zeit macht man die überteuerte Kreuzfahrt oder holt sich den neuen Fernseher den man sowieso nicht braucht und vergisst das mit der Vorsorge „Ja ja mach ich dann später“.

Aus den Augen, aus dem Sinn – Das später kommt meist nie mehr und man muss im Alter mit knapp CHF 3‘000.- (manchmal noch weit weniger) überleben.

Welches sind die Vorteile einer 3a bei der Versicherung?

So unflexibel wie die meisten denken ist die 3. Säule bei der Versicherung gar nicht mehr.

Früher hatte man nebst der klassischen Lebensversicherung nur die Wahl eine gemischte Lebensversicherung abzuschliessen.

Dadurch gingen in den ersten 3 Jahren die einbezahlten Beiträge mehrheitlich für Verwaltungskosten drauf.

Heute kannst du in eine Fondsgebundene 3a Investieren und hast vom ersten Tag an das Geld in deiner 3. Säule.

Dies ist natürlich vorteilhaft falls du z.B. in 5 Jahren ungeplant Auswandern musst wegen deiner Arbeit oder ähnlichem. So hast du keinen Verlust gemacht – Dein Geld gehört dir.

Bei der 3. Säule bei der Versicherung kannst du Zahlungen ebenfalls pausieren lassen, falls du beispielsweise für längere Zeit arbeitslos wärst. Dies nennt sich Umwandlung.

Der grosse Vorteil der 3. Säule bei der Versicherung ist das das Sparziel garantiert erreicht werden kann.

Wieso?

Während du bei der Bank lediglich vom Steuerabzug und vom Zinseszins profitierst, hast du bei der Versicherung zusätzlich den Vorteil das du dein Sparziel abgesichert wird sollte ein Risikofall eintreten.

Die drei Risiken sind:

  • Erwerbsunfähigkeit
  • Prämien & Sparausfall
  • Todesfall

Risiko: Erwerbsunfähigkeit

Egal ob durch Unfall oder Krankheit, es kann jeden treffen. Bei Erwerbsunfähigkeit ist man meist von der Invalidenversicherung abhängig und vor allem bei Krankheit ist das Einkommen stark eingeschränkt.

Da ist es nur verständlich das man nicht mehr viele Mittel für die Vorsorge erübrigen kann.

Damit du dein angestrebtes Sparziel trotzdem sicher erreichst, springt die Versicherung hier für dich ein.

Du erhältst von der Versicherung zur IV-Rente zusätzlich noch eine zuvor abgemachte Rente, auch Erwerbsunfähigkeitsrente genannt.

Du kannst beim eröffnen deiner 3. Säule die Höhe dieser Rente wählen. Diese liegt in der Regel bei CHF 1‘000-2‘000.- monatlich, welche zusätzlich zur Invalidenrente an dich ausbezahlt werden würde.

Es kann gesetzlich bis zu maximal 90% deines Lohnes durch die Erwerbsunfähigkeitsrente abgesichert werden.

Die Prämie für diese Rente ist verhältnismässig sehr günstig.

Risiko: Prämien & Sparausfall

Dazu kommt noch das du von deinen Prämien für die Risiken Erwerbsunfähigkeit und Todesfall befreit bist. Die Versicherung zahlt diese Prämien nun für dich. Dies wird Prämienbefreiung genannt.

Das tolle ist aber das sogar der Sparausfall ebenfalls versichert ist.

Nehmen wir an du hast jährlich CHF 3‘600.- in deine 3. Säule einbezahlt und kannst das aufgrund des verringerten Einkommens nicht mehr tun.

Da du die 3. Säule bei der Versicherung und nicht bei der Bank hast, ist das kein Problem. Um dieses Risiko musst du dir keine Sorgen mehr machen.

Ab jetzt zahlt die Versicherung diese CHF 3‘600.- für dich ein oder sogar noch mehr wenn du dies bei Vertragsabschluss gewünscht hast.

Risiko: Todesfall

Das Risiko Todesfall gilt es vor allem abzusichern wenn man eine Familie mit Kindern hat.

Denn beim Ausfall des Erwerbseinkommens eines Elternteils oder des Hauptverdieners ist die Lücke enorm gross.

Ebenfalls macht es Sinn dieses Risiko abzusichern wenn eine Indirekte Amortisation der Hypothek durch die 3. Säule angestrebt wird, denn so muss die Immobilie im Todesfall nicht frühzeitig verkauft werden.

Die Indirekte Amortisation einer Hypothek durch die 3. Säule, ist übrigens die schlauste Variante deine Hypothek zu finanzieren.

Vorteile der Indirekten Amortisation für dein Wohneigentum

Du überlegst dir ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, aber weisst nicht genau wie du die Finanzierung angehen solltest?

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Hat die 3. Säule sonst noch irgendwelche Vorteile?

Ja absolut.

Zu nennen sind noch 2 ganz wichtige Vorteile:

  • Erbrechtliches Privileg
  • Konkursprivileg

Erbrechtliches Privileg

Stirbt ein Erblasser erben natürlich die Nachkommen sein Vermögen.

Ist der Erblasser so fest verschuldet das die Schuld das Vermögen sogar übersteigt, müssen die Nachkommen das Erbe ausschlagen um nicht die Schuld tragen zu müssen.

Der grosse Vorteil der 3. Säule ist, dass das Kapital welches der Erblasser in der 3. Säule hat, immer trotzdem an die Erben ausbezahlt wird, egal ob Sie das gesamte Erbe aufgrund Verschuldung des Erblassers ausschlagen mussten. Somit gehen die Erben nie leer aus.

Konkursprivileg

Geht eine Person Konkurs wird alles was er hat verpfändet damit er seine Schulden so gut es geht begleichen kann.

Es kann alles verpfändet werden ausser dein Kapital in der 3. Säule.

Das Kapital welches du in der 3. Säule hast kann dir niemand wegnehmen und ist vor Verpfändung geschützt.


Fazit

Du siehst also die 3. Säule hat weit mehr als nur den Vorteil dass du im Alter genug Kapital hast um stressfrei zu leben.

Die 7 Vorteile der 3. Säule

  1. Erhöhe dein Kapital durch den Zinseszins (je früher desto besser)
  2. Steuerersparnis von CHF 1‘000-2‘500 pro Jahr (je nach Kanton und Gemeinde)
  3. Kann für indirekte Amortisation deiner Wohnimmobilie genutzt werden
  4. Zusätzliche Rente erhalten falls erwerbsunfähig
  5. Deine Familie absichern
  6. Sparziel wird garantiert erreicht: Versicherung zahlt die Beiträge weiter für dich, wenn du es aufgrund Erwerbsunfähigkeit nicht mehr kannst
  7. Erbrechtliches & Konkursprivileg Privileg (niemand kann dir oder deiner Familie das Geld wegnehmen)

Die 3. Säule lässt sich auf deine Bedürfnisse anpassen. Auch kannst du zwischen verschiedenen Fondslösungen wählen.

Bist du jemand der höhere Gewinne erzielen möchte und in Kauf nimmt ein höheres Risiko einzugehen oder jemand der auf Nummer sicher gehen will und eher ein konservatives Portfolio wählt?

Du kannst sogar deine Strategie anpassen lassen.

Wenn du jung bist und mehr Risiko eingehen kannst, hast du die Möglichkeit den aggressivsten Fond zu wählen und wenn du älter wirst, langsam in einen ruhigeren konservativen Fond umschichten lassen.

So kommen im Alter keine Überraschungen auf dich zu.

Versicherung oder Bank, was ist nun besser?

Abschliessend lässt sich ganz leicht sagen das…

  • Wenn du denkst dass du die nächsten 30-40 Jahre nie krank wirst und immer selber einzahlen kannst, dann kannst du die Bank nehmen.
  • Wenn du dein geplantes Vorsorgeziel garantiert erreichen möchtest, egal ob du eine kürzere oder längere Zeit Erwerbsunfähig wirst, dann nimm die Versicherung.

Deine individuelle Vorsorgeberatung durch ajooda

Wir sind bereits seit 2010 in der Vorsorgeberatung tätig und konnten bereits über 800 Kunden bei der Spar- & Vorsorgeplanung unterstützen.

Durch unsere enge Zusammenarbeit mit den grössten Schweizer Banken und Versicherungen, hast du die Möglichkeit das Beste vom Besten zu erhalten.

Wir sind unabhängig und frei von jeglichen Verpflichtungen unseren Partnern gegenüber.

Wie sieht die Vorsorgeberatung bei ajooda eigentlich aus?

  1. Die individuelle Bedarfsanalyse: Alter, Einkommen, Familienstand, Wünsche und Beweggründe für die Vorsorge sind wichtige Anhaltspunkte.
  2. Durch den Vorsorgeausweis und dem IK-Auszug des Kunden berechnen wir die exakte Vorsorgelücke
  3. Anhand der exakten Daten, wird das weitere Vorgehen mit dem Kunden besprochen. Wünscht der Kunde Anpassungen oder bleibt es bei der gleichen Strategie?
  4. Wir holen die passenden Offerten von unseren Partnern ein und präsentieren Sie dem Kunden.
  5. Der Kunde wählt das beste Angebot für Ihn und seine Familie.

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